Das Ende ist nah
Naja, ihr wisst schon was ich meine. Unglaublich, wie schnell die Zeit dahin rast. Jetzt bin ich schon bald 4 Monate hier und es kommt mir immer noch vor wie gestern, dass ich aus dem Flughafengebäude heraus getreten bin und als erstes das strahlend blaue Meer gesehen habe. Die erste Woche im Jahr 2007 werde ich übrigens in Litauen verbringen, da eine andere dt. Freiwillige, Barbara, und ich mehr oder weniger spontan beschlossen haben dort hin zu trampen (Hannah und ich haben da ja schon grooooße Erfahrung... (?)). Und wir kennen auch beide andere Freiwillige in Vilnius und Kaunas, den beiden größten Städten, werden also hoffentlich nicht auf der Straße schlafen müssen. Vorher wollen wir aber noch das neue Jahr gebührig feiern, und zwar in Tallinn mit mindestens 10 Dutzend anderen Menschen..
Mein Heilig Abend war übrigens wirklich schön. Damit hatte ich nicht mehr gerechnet. Zwar ist es mir doch noch gelungen fast alle zu motivieren, aber ich dachte halt, die kommen nur, weil ich sie überredet hab. Und am Anfang war das auch sicher so.
Ich werde nie vergessen, wie sehr die Augen aller Teilnehmer an diesem Abend geleuchtet haben. Und dabei war alles nix großartiges. Und irgendwie doch schon. In den Gemeinschaftsraum hatten wir den Tisch aus der Küche gestellt, jemand hatte einen kleinen Weihnachtsbaum besorgt, den wir mit allem geschmückt haben, was wir hatten und überall im Raum haben wir kleine Teelichter verteilt. Zum Essen gab es estnischen Kartoffelsalat (von Zina gemacht), halbverkohlte Frikadellen (von mir gemacht... sogar der Feuermelder is angesprungen...) und eine riesen Torte (von Antonina gemacht) und danach konnten wir uns erstmal nicht mehr rühren. Dann aber haben wir noch ganz viel Musik gemacht, estnische und deutsche Weihnachtslieder gesungen, Jouluvana (Nikolaus) war da und jeder musste ein Gedicht aufsagen oder ein Lied singen und bis nach 12 haben wir noch gegessen, gegessen, Musik gemacht, geredet, gegessen... Camille, Ana-Lena und Thomas kamen dann auch noch dazu und wir waren eine richtig große Runde. Und ich glaube, es hat allen wirklich gefallen. Juhuu...
Die Weihnachtstage haben wir mit kaltem Meereswind, Wodka und andern Freiwilligen in Tallinn verbracht, wo wir, dank Jesus %$§$&%§, beinahe auf der Straße schlafen hätten müssen. Naja, zum Glück ja dann nicht und Jesus war an dem Abend so besoffen, dass ich ihn leider auch nicht mehr töten konnte.
So, im Hintergrund nerven mich schon wieder die blöden Böller und ich verstehe jetzt, warum die in Deutschland erst 2 Tage oder so vorher verkauft werden. Hier nämlich schon seit 2 Wochen und genau seit dieser Zeit böllert es vor meinem Fenster jeden Abend. Ich hatte also jetzt schon mindestens 14 Sylvester. Mal schauen, ob Tallinn das noch übertrumpfen kann. Wir sehen uns in 2007!








