Montag, Juli 30, 2007

Iga ühe hing see on revolutioon

geräuschkulisse: Revolutioon - Svjata Vatra

Jeder einzelne Atemzug ist eine Revolution.



Head aega, Eesti, oli väga hea aeg. Aitäh kõigile.
Du wirst mir sehr fehlen.

Deutschland ist so nah jetzt. Ich bin so kribbelig. Wartet auf mich.

Sonntag, Juli 29, 2007

Folkmusic!

Damit dass hier nicht so aussieht, als ob ich nur rumjammere (was ich schon genug tue..), will ich lieber erzählen, wie toll dieses Festival ist, von dem ich geschrieben habe. Wer hätte vor einem Jahr gedacht, dass ich Folkmusic je so unglaublich schön finden würde..? Und nicht nur estnische ist hier vertreten, auch ganz viel schwedische, finnische, russische, ungarische, irische... und ganz viel wunderbare Kombinationen davon und Stilmixe. Die Atmospäre ist total relaxt und doch energiegeladen und irgendwie auch vertraut, somit werde ich doch noch für mein dieses Jahr verlorene Samba entschädigt.. :) Heute habe ich auch ein lustiges Konzert gehört, ein russisch-estnischer(jaa, das gibt es!) Folklorechor feat. eine estnische Rockband. Das war zum Teil schon sehr schräg, aber zum Teil auch echt gut! Bis in die Nacht hinein haben wir noch eine sehr großartige ungarische Gruppe gesehen, bei deren Musik man einfach nicht stehen bleiben konnte, auch wenn die Frequenz des seltsamen "typical hungarian" Blasinstruments uns fast die Ohren weggepustet hätte. Sehr toll waren auch eine ukrainisch-estnische Kombo, die wir fast ein bisschen kennen, und bei deren Auftritt die Stimmung im Publikum einmalig mitreissend war. Und nicht zu vergessen Zetod, meine EVS-Estland-Band, die mich seit meinem ersten Wochenende in Estland begleitet und mich hiermit auch irgendwie verabschiedet und deren Mitglieder so überraschend jung und so schnuff-schnuff sind... Muusika mulle meeldib.

Donnerstag, Juli 26, 2007

Time is ticking and we can't go back

geräuschkulisse: City Lights - Blindside

Die letzten Tage sind angebrochen und ich bin hin und hergerissen zwischen don't-waste-your-time-Gedanken und depressiver Lethargie über die Tatsache, dass ich Dienstag morgen wieder deutschen Boden unter den Füßen haben werde. Ich weiss nicht, wie oft ich in den letzten Tagen zu Camille, die am gleichen Tag nach Frankreich zurückkehrt, gesagt habe "phuu, das ging schnell, hein?" und wir lächeln traurig. Außerdem hat mich mein scheinbar doch nicht so unerschütterbares Imunsystem ausgerechnet heute im Stich gelassen, wo das Folkmusic Festival in Viljandi startet, und so schniefe ich also vor mich hin, den Regen und die dunklen Wolken draußen verfluchend. Nichtsdestotrotz werde ich mich trotzdem nachher ins Gewimmel stürzen und mir die setuische Band Zetod anschauen.

Um ehrlich mit euch zu sein, ihr, die ihr meinen blog vielleicht noch lest, ich habe Angst nach Hause zu kommen. Ich habe Angst vor dem, was passieren, oder schlimmer, was vielleicht nicht passieren wird, ich habe Angst alles verändert und unverändert zu finden. Aber ich freue mich auch... :)

Freitag, Juli 13, 2007

Große Tage und die Rückkehr der Sonne















Dienstag dieser Woche, also am 10. Juli, war unser Suur Päev (estn. Großer Tag), ein activity day für Menschen mit und ohne Behinderung, den wir Freiwilligen aus Viljandi zusammen geplant hatten. Das Datum war schon Monate zuvor bestimmt worden, wir dachten uns "Juli? boah ey, das wird voll die Sommerparty mit Wasserspielen und Hitze und so..." ... Pfff, Pustekuchen! Der estnische Sommer kann eben auch anders aussehen. Vielleicht hatten wir Glück im Unglück, dass es nicht die ganze Zeit geregnet hat, aber ich würde sagen unser Glück war verhältnismässig zum Unglück ungerecht klein. Aber es wurde - einigen sehr nassen Tiefpunkten zum Trotz - sehr schön. Camille und ich hatten einen Sinnesparcours geplant, der sehr lustig und für die Leute auch interessant war, wir hatten außerdem eine Hüpfburg, einen etwas verpeilten Staffellauf, Futter für alle, Schminken mit den Zwillingen und ein Fußballtournier, bei dem die Menschen aus Maarjaküla, einem Wohnheimdorf, ganz klar vorn lagen.. Zum Abschluss durften alle noch eine Runde auf dem Boot über den Viljandisee drehen und ein sehr lieber Mensch aus der Kulturakademie spielte dabei Akkordeon. Es war eigentlich wirklich ein sehr schönes Ende, wenn auch Teile davor sehr chaotisch waren, der Höhepunkt, oder besser Tiefpunkt, vor allem, als der Typ von der Stadtverwaltung kam um sich das ganze anzuschauen und wir nur hin und her rannten, verzweifelt, alles ins Trockene zu bringen und die Leute nass aus der Wäsche guckten. Der Kerl hatte aber auch echt den wahrhaft schlechtesten Zeitpunkt erwischt, wo ging. Aber gut.

What else? - Aaah, se sun is back. After fast zweiwöchiger Abwesenheit tut sie so, als wär nix gewesen und wärmt unsere Gesichter, als hätte sie nie etwas anderes getan. Nun gut, mir soll's mehr als recht sein, da das düstere Wetter sich ja doch auf die Gemüter ausschlägt, besonders auf die melancholischen.. :) Pünktlich zum Start mein/unseres (Barbara...? evtl. krank...) Lettlandtrips, der morgen starten soll, lächelt sie mich also durchs Fenster an und meint "hopp hopp, Laura, Zelt einpacken, mensch, und dein Rucksack ist auch noch leer...!" und weil ich weiss, dass sie recht hat, mach ich jetzt Schluss und füge mich meinem Schiksal.

Allen Coburgern wünsch ich ein wunderbares, regenfreies Samba!!
(und denkt bei "died in your arms tonight" von der swiss brass dingscombo an mich)

Mittwoch, Juli 04, 2007

Lustig ist das Zigeunerleben...