Etwas hat überlebt
Geräuschkulisse: Lie lie lie - Serj Tankian
Etwas, also ich. Irgendwo unter all dem Schutt und all dem Regen und all dem grauen Dasein zum Trotz hat ein kleines Etwas, ein kleines Ich nicht aufgegeben. Jetzt sitzt es in seinem Zimmer, dass dank lieben Menschen wie ein Zimmer und nicht mehr wie ein Kellerloch aussieht, auch wenn es immer noch nicht richtig warm ist. Aber zum Glück auch trotz meiner jetzt zu Tage tretenden Ungeschicklichkeit mit Kohleöfen noch nicht abgefackelt ist.
Was geschieht? - Ich arbeite noch immer bei eben jener Filmproduktionsfirma, wo mir Drehpläne um die Ohren fliegen und ich doch tatsächlich anfange Stanley Kubrick zu mögen. Berlin fasziniert mich immer noch, auch wenn ich den Frühling - den richtigen Frühling - herbei sehne, dass es schmerzt. Hatte in den letzten Tagen ganz wunderbaren Besuch aus Dresden, von einem Mariner, der viel viel zu schnell wieder weg war. Und eine liebe Volunteerin aus Ungarn beehrte mich mit ihrer Gesellschaft, ebenso kurz, aber wohl doch lang genug, als dass wir beim Abschied schon wieder fast weinen mussten.. Diese ungarische Melodramatik ist ansteckend. :) Heieiei... Musik, Musik. Die zauberhaften Voltaire gesehen und ganz viele schöne Worte aufgenommen und behalten. Anajo gehört und beklatscht und festgestellt, dass deren Publikum immer größer wird. Wow. Und seit Weihnachten bekennender Möger der großartigen System of a Down. Ja, so kann's kommen.
Aber aufgegeben wird trotzdem nicht.
