Donnerstag, Oktober 26, 2006

Und Tschüss...!

Bin jetzt erstmal für eine Woche weg. Huuiii...
Erst 3 Tage Ave-Bremse-Seminar und dann nochmal 5 Tage On-Arrival-Training. Das musste natürlich direkt hintereinander sein. Ich bin sehr gespannt, ein bisschen ängstlich und... hmmm... ganz kribbelig... ihr wisst scho... Bis denne! :)

Dienstag, Oktober 24, 2006

Tallinn again

Ich hab über die Krankenhaus-Geschichte ganz vergessen zu schreiben, dass ich den Rest des Wochenendes in Tallin verbracht habe. Jaja. Samstag Morgen sind Camille und ich mit dem Bus (und einigen organisatorischen Problemen, denzufolgen wir dann erst noch 1 1/2h im Café Kuchen gefuttert haben...) gestartet und das Wetter so war so furchtbar, dass wir erstmal gar keinen Bock hatten. Aber es wurde dann doch sehr schön, weil...

... Tallinns Altstadt am Abend ganz bezaubernd ist
... Camille zum Glück nicht die ganze Zeit gesungen und komische Geräusche gemacht hat
... Triin, bei der wir die Nacht unterkamen, eine tolle Gastgeberin ist
... wir zu der Band und nicht mehr in die Disco sind (unsere Füsse waren sooo platt...)
... es am Abend nicht mehr geregnet hat
... wir lustige Videos gedreht haben
... ich (trotz Camilles Protest) 2 Stunden im KUMU (Kunstimuuseum) verbringen durfte :)
... wir jetzt endlich wissen, dass man vorher nachschauen sollte, wann Busse fahren...
... isch Tallinn einfasch lieben tu. Darum!

Und das Meer bei Nacht war auch sehr schön. Aber wir waren dann echt Sonntag Abend so fertig, dass wir die ganzen 2 1/2 h im Bus gepennt haben.
So, und heute Abend ist wie jeden Dienstag Jazz-Abend, ausserdem wollen komische Leute bei mir übernachten, da bin ich sehr gespannt. Na, und entspannt bin ich zur Zeit auch, weil ich heute und morgen ausschlafen konnte/kann, weil meine Arbeit wegen Fortbildung geschlossen ist. Haha. Hab ich ein Glück.

Sonntag, Oktober 22, 2006

Krankenhäuser der ehemaligen Sowjetunion, jaja...

Mannomann, schon wieder ein Wochenende rum und wieder ein Haufen interessanter, seltsamer und schöner Erfahrungen. Aber alles der Reihe nach...

Freitag abend waren wir alle etwas müde von der mässig tollen Studentenparty, auf der wir Donnerstag abend waren, also haben wir nix grossartiges geplant. Spontan sind Ana-Lena, Zina, Antonina und ich dann doch aufn Spaziergang zur Burg rauf und wir wollten gerade wieder gehen (denn das Wetter hier ist zur Zeit... argh!), da passierte das Unglück und Zina fiel ganz blöd auf den glatten Steinen hin. Mann, war das ein Schreck! Der Fuss war auch sofort ganz dick und sie hat vor Schmerzen so gewimmert, dass wir gleich einen Krankenwagen gerufen haben. Gleich gerufen, ja, aber wann kam er? - Es ist echt unglaublich. Dieses Krankenhaus ist 5km entfernt, und dieser Krankenwagen brauchte 20 min!! Ich war so wütend! Wir standen da im strömenden Regen, mit schmerzendem Bein und diese Sanitäter waren weder besonders vorsichtig noch besonders freundlich. Ganz zu schweigen von ihrer Schnelligkeit. Unglaublich. Und zum Krankenhaus haben wir genau 5 min gebraucht.
Dann die Notaufnahme. Ich hab meinen Augen nicht getraut. NOTAUFNAHME. Lachhaft. Die Leute standen rum, seelenruhig, haben lustlos gegähnt und wir wurden erstmal, nachdem wir unfreundlich reingeschoben worden waren, freundlich ignoriert. Dann, Zina im Rollstuhl, kam der Arzt. ARZT. Dieser Mensch rupfte erstmal lieblos (und Zinas Schreien ignorierend) den Socken vom Fuss, knautschte ihn hin und her und versuchte dann einen Eisbeutel zwischen Fuss und Socken zu quetschen. Das sah so schlimm aus und Zina hat so gestöhnt, dass ich ganz geschockt fragte, ob das wirklich so eine gute Idee sei. Naja.. Er hat mich natürlich auch ignoriert oder auch einfach nicht verstanden.
Wie auch immer, jedenfalls fanden sie Stunden später (ich übertreibe etwas) raus, dass der Fuss gebrochen sei (wo genau konnte und wollte uns keiner sagen) und dass er gegipst werden müsse. Das haben sie dann auch gemacht. Ach ja, am Schluss hat uns dann doch mal jemand angesprochen. Wir sollten doch bitte noch bezahlen. 50 Kronen. Schmerzmittel hat Zina keine bekommen und Krücken auch nicht. Und in diesem Krankenhausflur war es so kalt, dass wir drei Wartenden jetzt alle erkältet sind.
Und ich habe die Sanitäter gesehen, wie sie zu ihrem nächsten Einsatz gegangen sind. GEGANGEN. Gähnend, auf die Uhr schauend, schlendernd... Jepp, das ist die Notaufnahme in Viljandi.

Nein, aber das Beste kommt zum Schluss. Wir wollen gerade gehen, da kommt ein Mann rein, der sich an der Hand verletzt hat, richtig böse, mit Blut und hängenden Hautfetzen. Die Frau an der Rezeption guckt kaum richtig auf und deutet ihm in den Operatioonssaal zu gehen. Hinter ihm haben sich kaum die Türen geschlossen, da hören wir ein ganz hässliches Geräusch, nämlich Etwas, das klang, als würden zwei Schlachtermesser aneinander gewetzt. Ich schwöre. Wir guckten uns an, brachen in hysterisches Gelächter aus und machten, dass wir davon kamen.

Ich möchte nie, nie, nie in diese Notaufnahme müssen. Lieber Schmerzen als das.

Mittwoch, Oktober 18, 2006

Staubsauger, Staubsauger

Ich mag Staubsaugen nicht. Noch nie. Aber manchmal, das sehe sogar ich ein, muss es sein.
Deshalb fragte ich Zina heute "Gibt's hier eigentlich einen Staubsauger?" und sie sagte "Ja" und deutete auf eine blaue, dick verstaubte Kiste in einer Ecke, die mir noch nie aufgefallen war. Als ich den Deckel öffnete, musste ich zweimal hinschauen, um in diesem kugelförmigen Etwas einen Staubsauger erkennen zu können. Ich fragte Zina "Was ist das denn??" und sie bekam einen Lachanfall. Das sei ein russisches Modell und schon 40 Jahre alt - das glaube ich sofort - , funktioniere aber einigermassen. Ich zog also diese Kugel auf Rädern am Kabel in mein Zimmer (unterwegs kippte das Ding dreimal um) und saugte eben so gut es ging (unter lautem Getöse seitens der Saugers). Das Vorderteil ist einfach ein Besen mit einem Schlitz.
Mir fiel am Schluss ein, dass ich so ein Ding doch schon mal irgendwo gesehn hab. In einem Museum.

Sonntag, Oktober 15, 2006

Soomaa

Wandern waren wir heute. Und zwar in Soomaa. Und das war schön, sehr sehr schön.
War eigentlich eine Exkursion mit den Kindern vom Social Center, also Charles' Kinder, aber Ana-Lena und ich durften auch mitfahren. Es war herrlich :) auf den Holzstegen durch Wald und Moor zu wandern, im Rücken die warme Herbstsonne und um uns herum die unberührte Natur Estlands. Und die Kinder waren auch sehr schnuffig und keeeeiin bisschen anstrengend :). Es hat Spass gemacht. Voila des images:

Schöööne Landschaft, schöne Wolken, schöner, blauer Himmel...



Kattliin und ich


Im Gänsemarsch auf den Holzstegen durchs Moor. Und ja nicht daneben treten...!

Die ganze Truppe (das rechts in der Ecke ist übrigens Charles...)

Ana-Lena und Mario. Ciaoooooo...

Eine von diesen zahlreichen Riesenschaukeln, die hier in Estland überall zu finden sind. Macht irre Spass!

Samstag, Oktober 14, 2006

Traurig..

... bin ich gerade irgendwie. Und sehr müde. Vielleicht liegts auch daran.

Werde ich je stolz sein auf das, was ich tue? Kann ich mich selbst mögen, so dass andere das auch können? Macht das Leben härter, auch wenn man weich bleiben möchte? Wann ist man wirklich man selbst? Wo war der Mond heute nacht? Was ist, wenn ich es nicht schaffe...?
Und wieso ist es eigentlich möglich, dass jemand so schön singt, dass es weh tut, da wo's am meisten weh tut?
- Die Chansons sind schuld, nur die Chansons! Verzeiht mir.

Mittwoch, Oktober 11, 2006

Hilfsbereitschaft

Oh mann, ich hätts nicht geglaubt, aber die Esten sind hinter ihrer zunächst grummeligen, mürrischen Fassade unheimlich nett und hilfsbereit. Wenn du irgendwo ein Problem hast und jemanden fragst, triffst du meistens jemanden, der dir hilft (sogut es in den verfügbaren Sprachen geht) und mit dir tausend Leute fragt und an tausend Orte rennt, um das zu finden, was du suchst. Ich bin immer wieder von Neuem platt.
Erst gestern hat uns ein Typ, den wir letzte Woche kennen gelernt haben, durch das Jugendzentrum, die Kulturakademie und das Musikhaus geführt, weil er "eh grade Zeit hatte". Und hat uns gleich mal zu seiner Geburtstagsfeier am Samstag eingeladen. Nett.

Montag, Oktober 09, 2006

Viel erlebt

Es war mal wieder Wochenende und, wie immer hier, viel los (obwohl wir nur in Viljandi geblieben sind). Um diesen Strudel an Gedanken und Erlebnissen einigermassen zusammen zu fassen, hier nur ein paar Auszüge:

- nüchtern geblieben trotz vier Baileys und viel Wein...
- nachts schaukelt es sich am Besten
- an einem Kochabend mit vielen Leuten sollte man sich auf eine Sprache einigen, sonst ist's irgendwie blöd
- in Viljandi gibt es eine Sekte. Definitiv. Und wir durften ihr Theater sehen. Gruselig... (ich denke, ich komme in die Hölle..)
- für 100 Kronen (= ca. 7 euro) einen Teppich, einen Blazer und ein T-Shirt gekauft. Viva la Second-Hand-Shop!
- Gitarren-Chanson-Musik mit Gänsehaut, nachts um halb 3
- Personality selbst gemacht (auf Englisch, hah!)
- Plan gefasst nach Finnland Nordlichter sehen

Oh, and I'm sorry, but this blog stays in German, because my iinglisshh ist toooo baaaattt...

Donnerstag, Oktober 05, 2006

... und Erklärungen dazu

(von oben nach unten)

1) Nele und Riivo, ein Pärchen unter den Kids in meiner Gruppe. Beide sind sehr lieb (etwas laut zwar) und lustig.

2) Antonina, die netterweise meinen Schrank repariert (was ich nie hinbekommen hätte..). Im Hintergrund stehen Willy Wonka, Adam Green, Kafka und der Triumphbogen.

3) Es gibt nichts, was es nicht gibt (oder ich lerne einfach immer wieder aus), aber es exisitiert tatsächlich Vanilla-Ninja-Eis. Ich fasse es nicht.

4) Loch in der Wand. Gesehen und geknipst bei den Burgruinen in Viljandi.

5) Last but not least: der Viljandi-See. Bei schönem Wetter. (zur Zeit regnet es nur...)

Mittwoch, Oktober 04, 2006

Bilder
























Montag, Oktober 02, 2006

She came to me one morning...

... one lonely sunday morning, her long hear floating in the midwinter night.

Im Hintergrund spielen grade Antonina und Zina, meine Zwillingsschwestern-Nachbarn, dieses Lied (nein, im Moment bewerfen sie sich mit Plastikflaschen...), seit ich ihnen gestern ihre erste "Stunde" gegeben habe. Ist eine interessante Erfahrung einmal Lehrer zu sein. Em, dann D, dann wieder Em... Die Beiden sind aber auch wirklich sehr, sehr lieb und lustig und viel zu nett zu mir, ständig wollen sie mir irgendwelche Süssigkeiten und Käse (??) andrehen und - :) - sie haben auch Angst vor Gewitter. Ich muss unbedingt mal Bilder reinstellen.

Ansonsten bin ich grade sehr müde und fühle mich etwas aufgebraucht, aber es gibt keinen Moment für Pause, denn ich bin ständig unterwegs. Exkursionen in alle Himmelsrichtungen, Ballett in Tallinn ("Coppelia"), seltsame Jazz-Konzerte (also ich kann euch sagen... wenn sie nicht hätten abbrechen müssen,weil der Geiger in seiner Ekstase sein Instrument geschrottet hat..), sich-schlau-Machen-über-Aktivitäten-in-Viljandi (wir dürfen wahrscheinlich Kurse an der Kunstakademie besuchen, juhuu) und natürlich meine Arbeit halten mich ganz schön auf Trapp und diverse emails und Briefe sind noch unbeanwortet, was mir echt leid tut. Sobald ich Zeit habe, werde ich es SOFORT nachholen.